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Wärmepumpen zum Heizen können Stromverschwender sein

Von Thomas Telkmann am 26.10.2021 11:48 Uhr

Wärmepumpen zum Heizen können Stromverschwender sein

Es ist in den kommenden Jahren ist absehbar, dass, auch durch die höhere finanzielle Belastung des CO2-Ausstoßes, die Kosten für Heizungen steigen werden, die fossile Brennstoffe nutzen. Es ist auch absehbar, das Vermieter dazu verpflichtet werden, sich an den CO2 kosten zu beteiligen. Man sollte sich also schon frühzeitig Gedanken um eine neue Heizung machen.

Hauseigentümer wollten etwas für das Klima tun und entscheiden immer öfter, eine Wärmepumpe in ihr Haus einzubauen. Diese läuft mit Strom, ist teurer als ein Öl- oder Gas-Kessel, heizt aber dafür vor Ort CO2-frei.

Eigentümern ist es das wert. Doch nach der ersten Heizperiode kommt oft die große Enttäuschung. Die ursprüngliche Idee, den Altbau effizient und nachhaltig zu heizen, sei genau ins Gegenteil gekehrt worden. Die Anlagen laufen ineffizient, fressen sehr viel Strom und halten nichts von dem, was versprochen wird.

 

Wie funktioniert eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Es wird Außenluft angesaugt und die in der Luft enthaltende Wärmeenergie speist einen Kreislauf, indem ein Kältemittel erwärmt wird und mithilfe von Strom zu Gas komprimiert wird. Bei diesem Prozess entsteht Wärme, die das Wasser im Heizkreislauf erhitzt. Im Winter allerdings, wenn die Luft kalt ist, muss das Wasser mit viel Strom zusätzlich aufgeheizt werden, um auf ausreichende Temperaturen zu kommen.

Am besten funktioniert die Wärmepumpe in Verbindung mit einer Fußbodenheizung, da die meisten Wärmepumpen für das Wasser rund 40°C erreichen. Hat man diese in einem Alt- beziehungsweise Bestandsbau mit Radiator-Heizkörpern, müssen diese auf 60-70 °C erhitzt werden und um das zu erreichen. Dazu braucht es dann mehr Strom und die Anlage arbeitet unwirtschaftlicher.

Zusammenfassend kann man sagen, Wärmepumpen sind umweltfreundlicher, da diese ohne Fossile Brennstoffe funktionieren, können aber auch deutlich mehr Strom verbrauchen. Daher sollte man sich vorher unbedingt beraten lassen. Noch bevor man über eine neue Heizung nachdenkt, sollte man sich um die Wärmedämmung kümmern. Egal welches Heizsystem genutzt wird.

 

Ist das Haus vernünftig gedämmt, sind die jährlichen Gesamtkosten für den Wärmebedarf am geringsten.

 

          Gute Dämmung ist die beste Investition – noch vor der Heizung!

 

 

 

 

 

Es wird empfohlen, sich von einem Energieberater, beraten zu lassen. So kann geprüft werden, ob zusätzliche Wärmedämmung nötig ist.

 

Diese Heizungen kommen in Frage:

 

Geht es dann um die konkrete Heizung, kommen derzeit vor allem drei Grundtypen in Frage:

 

-eine Gasbrennwertheizung, die Erdgas ziemlich effizient nutzt,

 

-die Wärmepumpe, die Erd- oder Luftwärme fürs Heizen nutzt, dazu aber zusätzlich auch noch Strom verbraucht,

 

-ein Heizkessel, der fast klimaneutral Holzpellets verbrennt. Immer häufiger werden diese Systeme noch durch eine Solaranlage ergänzt, die Warmwasser oder Strom erzeugt – oder beides.

 

Die jährlichen Betriebskosten dieser Anlagen, inklusive der umgelegten Anschaffungskosten, sind sich erstaunlich ähnlich, hat die Stiftung Warentest ermittelt. Sie liegen bei 2.500 bis 3.500 Euro im Jahr. Allerdings sehr unterschiedlich auf Investition und jährliche Brennstoffkosten verteilt.Pelletheizungen sind beispielsweise teuer. Sie werden aber vergleichsweise alt. Oder: Systeme ohne solare Unterstützung sind günstiger beim Kauf – kosten aber im Betrieb dann jährlich mehr, weil die kostenlose Unterstützung durch die Sonne fehlt.